Nord-Korea ist das am wenigsten bereiste Land der Welt - geheimnisumwittert und unbekannt. Von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbeachtet finden in der Hauptstadt Pjöngjang choreographierte Massentanz- und Sportveranstaltungen gigantischen Ausmaßes statt: die "Massenspiele". Sie sind die größte Show der Welt mit über 100.000 Mitwirkenden, die bis zu einem Jahr intensiv proben. In der aktuellen Produktion Arirang verbindet sich in über 20 getanzten Bildern die perfekte Choreographie der Massen mit der Hingabe, mit der die einzelnen Darsteller ihre Rolle erfüllen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2007
Eher kritisch betrachtet Rezensent Andreas Platthaus diesen Bildband von Werner Kranwetvogel über die spektakulären Massenveranstaltungen "Arirang" in Pjöngjang. Er hält dem Fotografen eine gewisse Naivität vor, wenn dieser berichtet, dass die Nordkoreaner ihren Staat keineswegs als repressiv und totalitär ansähen und dass Abertausende von jungen Menschen wie besessen für die Mammutshow übten. Daher empfiehlt er, sich auf die Aufnahmen zu konzentrieren. Beim Betrachten der zweiundsiebzig Bilder kommt auch Platthaus ins Staunen. Anschaulich beschreibt er das Wogen und Vibrieren der tanzenden Menschenmassen im durchchoreografierten Spektakel, freut sich über die Fotografien von Gesichtern mittels Teleobjektiv ebenso wie über die opulenten Panoramaaufnahmen. Sein Fazit: "Nordkorea, wie Kim Jong-Il es am liebsten sieht."
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