Walter Koch (Hg.)

Die Urkunden Friedrichs II. 1212-1217

Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser Bd.14/2
Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2007
ISBN 9783775220026
Gebunden, 791 Seiten, 120,00 EUR

Klappentext

Bearbeitet von Walter Koch unter Mitwirkung von Klaus Höflinger, Joachim Spiegel und Christian Friedl. Einleitung und Anmerkung in deutscher Sprache, Text in lateinischer Sprache. Der vorliegende zweite Band der Urkunden Friedrichs II. umfasst die Diplome und Mandate vom September 1212, als der noch nicht 18-jährige Friedrich erstmals deutschen Boden betrat, bis zum Ende des Jahres 1217. In diesen ersten Jahren seiner sogenannten deutschen Königszeit stehen jene zahlreichen Privilegien im Vordergrund, mit denen der noch junge König seine Parteigänger belohnt bzw. sich darum bemüht, neue Anhänger in der Auseinandersetzung mit Otto IV. zu gewinnen, und die zur Konsolidierung seiner Herrschaft im Umfeld seiner Königskrönung zu Aachen im Juli 1215 beitragen. Insgesamt sind in diesem Band 256 Urkunden ediert, die überwiegend deutschen Empfängern gelten, wobei am Rande auch Reichsitalien, Burgund und das Regnum Siciliae vertreten sind. Stücke von zentraler Bedeutung sind die viel diskutierten Urkunden für den König von Böhmen und den Markgrafen von Mähren - die ersten drei Nummern des vorliegenden Bandes -, die Dokumente im Umfeld der Goldenen Bulle von Eger (Juli 1213) sowie die in der Tradition seines Großvaters Friedrich Barbarossa stehende Privilegierung von arelatensischen Empfängern auf dem Hoftag von Basel (November 1214). Die Urkunden aus den sich daran anschließenden Monaten bis zum August 1220, als Friedrich II. wieder nach Italien zurückkehrte, sind für den dritten Band vorgesehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2008

Verdienstvoll erscheint Christian Jostmann dieser Band mit Urkunden Friedrichs II. aus den Jahren 1212-1217, der im Rahmen einer auf acht Bände angelegten Edition von Urkunden der deutschen Könige und Kaiser erschienen ist. Die edierten Urkunden machen für ihn den Weg Friedrichs II. zum Kaiser nachvollziehbar. Besonders hebt er die von den Urkunden dokumentierte Freigebigkeit Friedrichs II. hervor, mit der er sich Könige, Herzoge und Bischöfe gewogen machte. Bisher mussten Forscher und andere Interessierte nach Auskunft Jostmanns auf die zwischen 1852 und 1861 erschienene "Historia diplomatica Friderici secundi" des französischen Historikers Alphonse Huillard-Breholles zurückgreifen, die jedoch wissenschaftlichen Maßstäben nicht genügte. Auch deshalb begrüßt Jostmann das 1985 begonnene Unternehmen einer Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften um Professor Walter Koch, eine allen wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Edition der Urkunden zu erarbeiten, das mit vorliegendem Band jetzt "erste Früchte" getragen hat.
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