Wien, Moskau und Sarajewo sind die Schauplätze dieses Romans, in dem es um die Frage geht, was für die meisten Menschen heute das eigentlich Fremde ist: die Zuwanderer aus anderen Kulturen, die technikbesessenen jungen Leute und ihre Rituale, die verdrängte Vergangenheit oder die ungewisse Zukunft. Seinen Studenten scheint der Quantenphysiker Johan Nichol wie ein Prometheus, von dem sie sich die ewige Jugend und künstliche Intelligenz erhoffen. Er selbst gerät durch die über Internet verbreitete Nachricht vom Selbstmord des bosnischen Physikers Nicola Sahli in eine existentielle Krise. Der geheimnisvolle Kollege wird zur Schlüsselfigur bei der Suche nach Sinn und Mut im Beruf wie im Privatleben. So fährt er nach Sarajewo, findet jenes Old Danube House, wo Sahlis Vater mit Adoptivkindern aus verschiedenen Nationalitäten ein multikulturelles Experiment verfolgte, bis ihm der Bürgerkrieg ein blutiges Ende setzte.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…