Mit ihrer Ausstattung von vermaßten Grund- und Aufrissen, Schnitten und materiellen Bestandsaufnahmen sind die Bände eine einzigartige Leistung architekturgeschichtlicher Dokumentation. Die darin angelegte Typologie entwickelt Kriterien für heutige Stadtentwürfe und lässt Anregungen und Gestaltungsgrundlagen für den Fachmann und Basiswissen für den Laien anschaulich werden. Die jeweils historisch und bestandserfassend angelegten Einführungstexte ergänzen das Bildmaterial um die entstehungsgeschichtlichen Fakten zu den präsentierten städtebaulichen Situationen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.08.2018
Hymnisch bespricht der hier rezensierende Architekturkritiker Michael Mönninger diesen zweibändigen Prachtband, den der deutsch-italienische Architekt und Historiker Vittorio Magnago Lampugnani gemeinsam mit seinen Forschungskollegen Markus Tubbesing, Harald Stühlinger und Studierenden der ETH Zürich verfasst haben. So schmuck das Werk von außen wirkt, so klar, anschaulich und präzise erscheint dem Kritiker der Atlas zum Städtebau von innen: Mönninger reist mit den Herausgebern hier durch Norditalien, Berlin, Paris, Zürich, Wien oder London, bewundert die Genauigkeit, mit der auf fünf Darstellungsebenen, etwa Schwarzplänen, Situationsplänen und Kartierungen die abgebildeten Straßenzüge und Plätze wiedergegeben werden, er lobt die Fotografien von Maximilian Meisse und verzeiht angesichts der "maximalen Empirie" und Aktualität dieser "luziden Detailanalysen" auch das weitgehende Fehlen flämischer Städte.
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