Band 1: Prosa, Band 2: Romane, Band 3: Gedichte und Dramen, Band 4: Essays und Porträts. Zu seinem 50. Todestag, im 100. Jahr nach seinen ersten eigenen literarischen Publikationen legen wir Victor Otto Stomps als Schriftsteller auf: Es ist in der Buchbranche alles andere als unüblich oder selten, dass jene, die Bücher verkaufen, drucken, setzen, verlegen, zugleich jene sind oder zu sein sich mühen, die solche Bücher auch schreiben: Legendär die Verlegerpersönlichkeiten, die zugleich als Autoren von sich reden machen, wie der langjährige Hanser-Verleger Michel Krüger, der nachfolgende Verleger bei Hanser Jo Lendle; und Legion die Autorinnen und Autoren, die vor, neben oder nach dem Schreiben in Buchhandlungen oder Verlagen gearbeitet haben. Victor Otto Stomps ist einer der berühmtesten, in gewisser Weise der tragischsten Fälle dieser Doppelnaturen: Zu seinem 50. Todestag, zugleich dem 100. Jubiläumsjahr seiner ersten beiden eigenen literarischen Veröffentlichungen von 1920 soll er endlich geballt als Schriftsteller präsent sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2020
Victor Otto Stomps, nach den Initialen seiner Vornamen auch VauO genannt, muss man ausgraben. Denn zu Lebzeiten war er "zutiefst in die Literaturgeschichte" eingegraben, schreibt Rezensent Alexander Kosenina und legt ein Porträt des Verlegers und Autors vor, das in längst verflossene Zeiten der deutschen Moderne und Nachkriegsmoderne führt. Als Verleger (und als Autor) war er ein Avantgardist, der zugleich aufs bodenständig Handwerkliche bedacht war, so der Rezensent. Seine "Rabenpresse" war nicht nur ein Verlag, sondern auch die altmodische Druckerpresse, mit der er die Bücher hoffnungsvoller Talente (die heute auch schon zum Teil wieder vergessen sind) herausbrachte. Später betrieb er die Eremitenpresse. Als Autor war er ein Mann des skurrilen Einfalls und der zuweilen spitzen literarischen Satire, die sich auch wieder zuvörderst mit Literatur befasste, erzählt Kosenina. Seine Bücher erschienen dann zuweilen im "bizarren Hochformat von 5 mal 20 Zentimetern". So liebevoll widmet sich Kosenina dem Autor Stomps in seiner Rezension, dass eine Wiederentdeckung ganz offenbar lohnt.
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