Uwe Krüger

Meinungsmacht

Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten - eine kritische Netzwerkanalyse
Cover: Meinungsmacht
Herbert von Halem Verlag, Köln 2013
ISBN 9783869620701
Kartoniert, 378 Seiten, 29,50 EUR

Klappentext

Die Interaktionen zwischen Journalisten und Eliten wurden bislang meist vor systemtheoretischem Hintergrund und durch Befragung von Akteuren erforscht, wobei die Ergebnisse anonymisiert wurden. Diese Arbeit wählt theoretisch und methodisch einen anderen Ansatz, um Eliten-Einflüsse auf journalistische Inhalte zu lokalisieren. Im empirischen Teil fokussiert eine Netzwerkanalyse zunächst die soziale Umgebung von 219 leitenden Redakteuren deutscher Leitmedien.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.12.2013

Rezensent Peter Zudeick weiß, dass Medien zu einer Art "freiwilliger Selbstgleichschaltung" neigen, wenn sie etwa über die New Economy, Hartz IV oder die Finanzkrise so lange stromlinienförmig berichten, bis der Mainstream in eine andere Richtung zeigt. Dass Uwe Krüger nun untersucht, wie führende Journalisten mit den politischen und ökonomischen Eliten des Landes verbandelt sind, findet er richtig. Denn Krüger kann zeigen, dass ein Drittel der tonangebenden Journalisten in Netzwerken und Think Tanks eingebunden sind, in denen nicht unbedingt regierungsferne Gedanken ausgetauscht werden. Am Ende vermisst Rezensent Zudeick den Nachweis eines kausalen Zusammenhanges: Es könne ja sein, schließt er ein bisschen lahm, dass die Journalisten ganz von sich aus derselben Meinung sind wie die Regierung.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2013

Wenn Boris Holzer etwas lernt aus dieser Dissertation des Medienwissenschaftlers Uwe Krüger, dann dies: Furcht davor, die öffentliche Meinung sei durch die politische Elite und ihnen wohlgesinnte Alpha-Journalisten kontrolliert, brauchen wir wohl nicht zu haben. Das ist freilich genau das Gegenteil dessen, was Krüger als These formuliert. Leider vermag der Autor den Rezensenten nicht zu überzeugen, seine Analysen zu Texten über sicherheitspolitische Fragen in den großen Tages- und Wochenzeitungen sowie seine Argumente ergeben für Holzer keinen kausalen Zusammenhang zwischen journalistischem Engagement und Meinungsbildung, sowohl der öffentlichen, als auch der des einzelnen Journalisten.
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