Urban Stäheli

Zu Hause, aber nicht daheim

Akkulturationsverläufe bei Immigranten aus Ungarn in der Schweiz
Cover: Zu Hause, aber nicht daheim
Orell Füssli Verlag, Zürich 2006
ISBN 9783908784043
Kartoniert, 301 Seiten, 25,50 EUR

Klappentext

Immigration ist ein Dauerthema in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion, doch niemand spricht von den Ungaren. Vor 50 Jahren war das gänzlich anders. Damals gelangten rund 13000 Ungarnflüchtlinge in die Schweiz, wo ihre Aufnahme beispiellose Anteilnahme auslöste. In dieser kulturwissenschaftlichen Untersuchung wird die erfolgreiche Akkulturation der Immigranten aus Ungarn anhand von Interviews mit den Betroffenen rekonstruiert. Es wird gezeigt, welche migrationsspezifischen Problemstellungen es zu bewältigen galt und welche Lösungsstrategien dafür gewählt wurden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.08.2006

Zufrieden ist Villö Huszai mit Urban Stähelis Studie über die Integration ungarischer Flüchtlinge, die nach der Niederschlagung des Ungarnaufstands 1956 in die Schweiz emigrierten. Er unterstreicht die Feststellung des Autors, die Integration der Ungarnflüchtlinge sei überaus erfolgreich verlaufen. Auch wenn die Studie nicht repräsentativ ist, vermitteln die 30 Interviews mit ehemaligen Flüchtlingen auf Huszai diesen Eindruck - zumal sich alle Interviewten mit dem Verlauf ihres Berufslebens in der Schweiz glücklich zeigen. Huszai lobt den gut lesbaren Stil des Autors und bescheinigt ihm, verwendete Fachsprache immer "nachvollziehbar" einzuführen, etwa wenn es um begriffliche Differenzierungen der Migrations- und Asyl-Thematik gehe. Das Resümee des Rezensenten: eine "nuancierte Neubegegnung mit der ältesten Flüchtlingsgruppe der Nachkriegs-Schweiz".

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