Im Sommer 1987 trafen sich Vertreter der südafrikanischen Befreiungsorganisation ANC im Exil mit einer Gruppe weißer Oppositioneller aus Südafrika um Frederik Van Zyl Slabbert in Dakar. Ziel des Treffens war es, die Chancen eines Dialogs zwischen weißen und schwarzen Südafrikanern auszuloten und über Möglichkeiten für eine friedliche Überwindung der Apartheid zu diskutieren.
Ulrich van der Heyden legt mit diesem Buch die erste eingehende Untersuchung des Dakar-Prozesses vor, der trotz seiner historischen Bedeutung weitgehend in Vergessenheit geraten ist. In allgemein verständlichem Stil analysiert er auf breiter Quellenbasis die Vorgeschichte, den Verlauf des Treffens, die teils geheimen Folgekonferenzen und die Ergebnisse der Gespräche. Im Anhang finden sich wichtige, zum Teil bislang unpublizierte Dokumente über die Konferenzen in Dakar und in Leverkusen, darunter ausführliche Augenzeugenberichte deutscher Beobachter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2018
Peter Pauls lernt die Bemühungen zur Verständigung zwischen oppositionellen Weißen und Vertretern des ANC im Zuge des Dakar-Prozesses kennen mit Ulrich van der Heydens Buch. Verdienstvoll erscheint ihm, wie der Politikwissenschaftler anhand von zum Teil erstmals veröffentlichten Protokollen die Bedeutung des Treffens einordnet und den zeithistorischen Hintergrund zeichnet. Die kluge Zurückhaltung des Autors und sein gleichzeitiges Bemühen um Lesbarkeit machen den Band für Pauls außerdem empfehlenswert.
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