Ulli Lust

Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein

Graphic Novel
Cover: Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518468135
Kartoniert, 367 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Ulli Lust erzählt die heftige Geschichte einer ménage à trois, einer utopischen Liebe, die in Besitzanspruch und Gewalt umschlägt, eine Geschichte der sexuellen Obsession, der Geschlechterkonflikte und der Selbstbefreiung - ihre Geschichte. Sie erzählt in diesem autobiografischen Comic, wie sie als junge, lebensgierige Anarchistin im Wien der neunziger Jahre eine Zukunft als Künstlerin aufzubauen versucht - und von ihrer Liebe zu zwei Männern: dem zwanzig Jahre älteren "perfekten Gefährten" Georg, Schauspieler, und dem "perfekten Liebhaber", dem nigerianischen Lebemann Kimata. Dessen fehlende Aufenthaltsgenehmigung legt, trotz Ullis Bedenken, eine einzige Lösung nahe: Es muss geheiratet werden. Zugleich führt Kimatas Eifersucht immer öfter zu Gewaltausbrüchen, die zunehmend ihr Leben bedrohen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2017

Mit der Fortsetzung ihrer Comic-Autobiografie gehört Ulli Lust nun endgültig zur internationalen Spitzenklasse des Genres, verkündet Andreas Platthaus, annähernd vergleichbares kennt er bisher nur aus den USA. "Wie ich versuchte, ein Mensch zu sein" schließt stilistisch logischerweise stärker an den ersten Teil von Lusts Autobiografie an als an das zuletzt erschienene "Flughunde", der Comic ist ein "Selbstporträt mit bedingungslosem Mut zur Entblößung", in dem Lust von ihren Sex- und Liebesleben in Wien erzählt, so der Rezensent. Der Masochismus zahlt sich aus, findet Platthaus, Lusts neuer Comic sei geradezu "schockierend" intensiv.
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