Was ist Liebe? Was ist Abhängigkeit? Was ist Manipulation? "Mutters Puppenspiel" handelt von Menschen, die schwer zueinanderkommen oder die sich nicht voneinander lösen können. Die Szenerie sagt: Wohlhabendes Bürgertum. Im Zentrum steht eine narzisstische Mutter, die ihre Tochter emotional missbraucht. Die Tochter, eine emanzipierte Ärztin, durchschaut zwar das Marionettenspiel ihrer Mutter ganz genau, kann sich aber trotzdem nicht aus der drogisierenden Liebes-Übermacht dieser Frau befreien. Bis ein Mann auftaucht, mit dem die Tochter leben möchte. Entscheidet die Tochter am Ende für oder gegen sich?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2020
Rezensentin Angelika Overath lernt mit dem späten Debüt der Verhaltenstherapeutin Ulla Coulin-Rieggers hinzusehen auf den eigenen Willen. Insofern ist der Roman für sie nicht einfach die "Rollenprosa einer armen Seele", die es kaum schafft, sich von der "Liebesmanipulation" durch die eigene Mutter zu emanzipieren, sondern ein eindringliches Kabinettstück über Liebesentzug, verfasst ohne "literarische Eitelkeit" , aber mit scharfem Sezierbesteck. Atemlos lässt das Buch Overath zurück.
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