Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2003
Über dieses Buch ist Michael Bitala schlichtweg empört. Besonders irritiert ihn, dass es sich in Deutschland offenbar gut verkauft. Durch zugegebenermaßen schreckliche Erfahrungen, die die Autorin während ihrer Arbeit als Kriegsreporterin in Afrika machte, sei sie zur "Rassistin" geworden, urteilt der Rezensent. Was Ackermann über Afrika schreibt, geißelt er insgesamt als "baren Unsinn" und es ärgert ihn sehr, dass in dem ganzen Buch "kein einziger intelligenter Afrikaner" vorkommt, sondern sie ausschließlich als "Tötungsmaschinen", wie es die Autorin ausdrückt, geschildert werden. In ihrem "persönlichen 'Paradies' Afrika" dagegen kommen Schwarze so gut wie gar nicht vor, es sei denn als Kellner in einem der von Nachfahren der britischen Kolonialherren besuchten "exklusiven Clubs", in denen sich die Autorin wohl fühlt, so der Rezensent verärgert.
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