Herausgegeben von Benjamin von Stuckrad-Barre und Moritz von Uslar. Dieses Buch möchte den Popstar Lindenberg von seinem eigenen Klischee befreien - das kann Udo selber, das können seine eigenen Songtexte am besten. Dies ist außerdem die Feier des großen deutschen Dichters Udo Lindenberg, eine Entdeckungsreise in ein Textwerk, das deutsche Songtexte populär machte und der deutschen Sprache Humor, Charme, Kinkyness, Drive und Rhythmus und eine wahrhaft wahnsinnige Strahlkraft abgewann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2008
Udo Lindenberg hat der Rezensent ins Herz geschlossen. Allerdings, das macht Georg Klein unmissverständlich klar, nicht als Lyriker, sondern als allenfalls reimsicheren, äußerst sympathischen Typ am Tresen. Das geht gegen den bemühten Versuch der Herausgeber Benjamin von Stuckrad-Barre und Moritz von Uslar, Lindenberg in eine Traditionslinie mit Ernst Jandl und Robert Gernhardt zu zwängen. Für Klein bietet der Band mit ausgewählten, thematisch geordneten Song-Texten des Meisters auch ohne Dichterweihen das ein oder andere Glanzlicht - Lindenbergs freie Übertragung von "Penny Lane" etwa oder "Hermine", ein Song über seine Eltern. Im großen Ganzen jedoch erscheinen dem Rezensenten die Texte, immer mit Udos Nuschelstimme im Ohr, allzu oft als Variationen, "schwächelnde" Wiederholungen oder "matte Selbstkopien", produziert mit eher geringem Fantasieaufwand und um die immergleichen Charaktere und Themen kreisend.
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