Tomás Bárbulo

Versammlung der Toten

Thriller
Cover: Versammlung der Toten
Suhrkamp Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783518469286
Kartoniert, 397 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Carsten Regling. Sie sind die Verlierer der Krise in Spanien. Guapo und seine Jungs, liebenswerte Grob-Assis mit beschissenen Jobs und einem Haufen Schulden. Kein Wunder, dass ihnen die Augen leuchten, als der Juwelenschieber von den Steinen in einem Safe in Marrakesch anfängt ... Die Versammlung der Toten ist ein cooler Thriller über die Wut der Abgehängten, über einen Bankraub und den Tanz am Abgrund, den er für vier Freunde bedeutet.
Zwei Millionen, die sollen am Ende rausspringen. Von Madrid runter nach Marrakesch fahren, bisschen durch die Kanalisation kriechen, vielleicht zwei Stunden schweißen: das wär´s dann schon. Zur Tarnung als Touristen nehmen sie in dem Mercedes-Bus auch ihre Freundinnen mit, und vom Auftraggeber ist ihnen ein Kontaktmann an die Seite gestellt. Aber da fängt die Scheiße schon an. Wie sollen sie diesem Typen vertrauen, wenn der kaum den Mund aufmacht? Und sind die Marokkaner wirklich so dämlich, dass sie solche Klunker nicht besser sichern?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 25.02.2019

Kolja Mensing erkennt in Tomas Barbulos Roman sowohl die klassische Gaunerkomödie um ein paar chaotische Ganoven mit durchaus erwartbarem Ende, als auch ein komisches Zeitstück über das traurige Ende Europas. Dass eine Handvoll spanischer Modernisierungsverlierer ausgerechnet in Marokko eine Bank überfallen wollen, hält Mensing für starke Ironie der Geschichte. Vom perfekten Überfall, den die Umstände zum Fiasko machen, erzählt der Autor laut Rezensent in unverschämt komischen Szenen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2019

Hannes Hintermeier lässt sich auf die Gaunerkomödie von Tomas Barbulo ein und erkennt, dass mit Bankraub kein Blumentopf zu gewinnen ist, erst recht nicht von einer Gruppe semiprofessioneller spanischer Diebe auf Beutezug in Marrakesch. Witz und Lokalkolorit hat, was der in Marokko tätige "El Pais"-Journalist Barbulo in seinem Debütroman aufschreibt, versichert Hintermeier, der den "literarischen Hallraum" der Region mit Canetti, Fichte und Goytisolo und die Komplikationen des Coups recht gelassen wahrnimmt, bis endlich Spannung aufkommt und in ein dickes Finale mündet.
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