Aus dem australischen Englisch von Klaus Berr. Sonne, Meer und Weite für einen Surfer ist das nicht genug. Er braucht die große, die immer größere Welle. Der Westaustralier Bruce Pike ist in seinem Leben viele Wellen geritten, er weiß um die Faszination und die Tücken dieses Sports. Dabei fing alles so harmlos an: Als Kind tauchte er mit seinem Freund Loonie um die Wette, es ging darum, so lange wie möglich den Atem anzuhalten. Bald entdeckten sie gemeinsam das Surfen und forderten immer waghalsiger den Tod heraus. Ein ebenso spannender wie tiefgehender Roman über das Überschreiten von Grenzen und den Reiz der Gefahr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2009
Eingenommen zeigt sich Gerhard Schulz für Tim Wintons Roman "Atem". Dass das ums Surfen kreisende Buch des australischen Schriftstellers als "Sportbuch" oder "leichter Sommerroman" ettikettiert wird, scheint ihm freilich irreführend. Im Grunde handelt die Geschichte um die beiden Halbwüchsigen Bruce und Loonie sowie den Meistersurfer Sando und seine Freundin Eva in seinen Augen nämlich von Themen wie dem Umgang mit dem Leben, das Glück, die Liebe und den Tod. Schulz würdigt den Roman zugleich als "Meisterstück" der "Versuchung, Verführung und Initiation". Beeindruckt hat ihn die atmosphärische Schilderungen der Gewalt des Ozeans, der Herausforderungen des Tauchens, Schwimmens und Surfens. Mit hohem Lob bedenkt er auch die bis auf einige Missverständnisse ausgezeichnete Übersetzung von Klaus Berr.
Heiterkeit bei gleichzeitiger existenzieller Tiefe bescheinigt Rezensent Christoph Schröder diesem Roman über das Surfen in dem es, na klar, eigentlich um das Leben geht. Schröder findet dabei das australische Surfer-Milieu ebenso glaubhaft wie den philosophischen Überschuss dieses Romans, in dem es seiner Beschreibung zufolge um Freundschaft und andere Grenzerfahrungen bzw. Selbstentgrenzung geht. Die erfahre man, hierfür ist das Surfen die Metapher, eben auf dem Meer oder auch unter seiner Oberfläche: wenn man schon ganz nah am Ertrinken ist.
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