Tillmann Bendikowski

Die Spur des Silbers

Wie die Jagd nach dem Edelmetall unsere Welt verändert hat
Cover: Die Spur des Silbers
C. Bertelsmann Verlag, München 2025
ISBN 9783570105436
Gebunden, 256 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Es ist weich und wandelbar, ein sagenhaftes Element, über Jahrhunderte brachte es Macht und Reichtum, aber auch Ausbeutung und Elend: Silber hat die Welt verändert. Und es bewegt unsere Welt bis heute, als Rohstoff und als Wertanlage. In vielen Szenen beschreibt der Autor er die Jagd nach dem Edelmetall und verfolgt die Spur des Silbers rund um die Welt: Von der Ausbeutung der Silberminen durch die Spanier, den Silberflotten und der Sklaverei, vom globalen Handel, der neben grenzenlosem Profit auch Elend und Hunger mit sich brachte, über das NS-Raubsilber bis zum Familiensilber unserer Zeit. Es sind Geschichten von Königen und Sklaven, von Konquistadoren, Piraten und Kaufleuten. Ohne die faszinierende Geschichte des Silbers ist die Welt von heute nicht zu verstehen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 18.10.2025

Ein kluges Buch über Silber als Treibkraft der Globalisierung hat Tillmann Bendikowski laut Rezensent Günther Wessel verfasst. Der Historiker Bendikowski beschäftigt sich, ist zu lesen, mit Silberfund spanischer Kolonialisten des 16. Jahrhunderts im heutigen Bolivien - das Edelmetall war dort in großen Mengen vorhanden und vergleichsweise leicht abbaubar, dennoch starben viele Menschen in den Minen, auch der Abtransport des Metalls wird im Buch beschrieben. Die Silberflut machte, zeichnet Günther mit Bendikowski nach, nicht nur die Spanier reich, sondern hatte weltweit Auswirkungen, sorgte in Europa für Inflation und, da Großbritannien Handelsdefizite ausgleichen wollte, für eine Opiumschwemme in China. Insofern lernt man hier nicht nur etwas über ein historisches Ereignis, freut sich Wessel, sondern viel über koloniale Machtstrukturen, die unsere Welt nach wie vor prägen.