Thomas Harding

Future History 2050

Cover: Future History 2050
Jacoby und Stuart Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783964280572
Gebunden, 300 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Edmund Jacoby. Mit Illustrationen von Florian Toperngpong. Nachrichten aus der Zukunft. Wenn das, was Thomas Harding eines Tages im Jahr 2019 im Berliner Landesarchiv entdeckt hat, tatsächlich so etwas wie der Hilferuf der jungen Generation von 2050 ist, der uns auf nicht nachvollziehbare Weise erreicht hat, dann müssen wir dringend etwas unternehmen. Um den "Shock" zu mildern, wie die Folgen des menschengemachten Klimawandels dann nur noch genannt werden. Um das politische Treiben der Populisten zu bremsen, die ein solches Chaos anrichten, dass die Menschen dankbar sind, als die "Ethnarchen", die Superreichen, einen Polizeistaat aufziehen, der wenigstens funktionstüchtig ist. Aber nicht alles ist schlimm in der Zukunft: Es gibt tolle technische Errungenschaften, und die Lebenserwartung ist erheblich gestiegen. Und eigentlich bräuchten die Menschen kaum noch zu arbeiten, wenn nicht laufend neue Arbeiten erfunden würden … Ein Kassiber? Ein historisches Dokument? Geschichtsschreibung? Oder doch eher ein Roman? Urteilen Sie selbst!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2020

Bernd Graff empfiehlt Thomas Hardings von Florian Toperngpong illustriertes Buch über eine Flaschenpost aus dem Jahr 2050. Wie sich unsere Ignoranz dem Klimawandel gegenüber auswirken dürfte, können wir schon jetzt nachlesen in den 2020 vom Erzähler in einem Archiv entdeckten Aufzeichnungen einer Schülerin und ihrer Oma aus dem Jahr 2050, erklärt Graff. Überwachungsstaat, Klimakollaps, Reicheneliten, all das wird im Band plastisch illustriert und unterhaltsam vermittelt, meint er. Dass die Autoren ohne Plattitüden und pädagogischen Eifer auskommen, scheint ihm besonders wichtig.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 18.06.2020

Rezensent Hans von Trotha erkennt zwar deutlich die Message von Thomas Hardings "Future-Fiction", nämlich wachzurütteln und den "Ökozid" zu verhindern, auf Hardings Spiel mit einer Nachricht aus der Zukunft und der Frage, wie sich von dort Nachrichten in die Vergangenheit schicken lassen, lässt sich Trotha dennoch gerne ein, weil der Historiker Harding sein vom Grafiker Florian Toperngpong sachgerecht bebildertes Sci-Fi-Szenario seine Vision mit konkreten Details ausgestaltet. Hochaktuell ist das alles ohnehin, meint der Rezensent.

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