Thomas Findley

Der Gesandte

Roman
Cover: Der Gesandte
Claassen Verlag, München 2000
ISBN 9783546001953
Gebunden, 552 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Roth und Walter Ahlers. Als der geheimnisvolle Pilgrim im Frühjahr 1912 in die Burghölzli-Klinik eingeliefert wird, will er nur noch eins: sterben. Und stellt damit alles, wofür der aufstrebende Nervenarzt Dr. C. G. Jung bisher gelebt hat, in Frage. Je näher die beiden ungleichen Männer sich kommen, desto mehr lösen sich die Grenzen zwischen Mythos, Wirklichkeit und Traum in einer turbulenten Kette von Ereignissen auf. Eine tour de force durch Kunst, Geschichte und die Tiefen der Seele.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.07.2000

Kurz und prägnant bringt Alexandra Kedvec ihre Kritik auf den Punkt: "allesdrin", aber "kaum etwas dran". Drin in diesem "irreführend" als "Der Gesandte" betitelten Roman ist die gesamte Kulturgeschichte als Bettgeschichte, große Weltgeschichte als Geschichte privaten Lebens; nicht dran sind Kedvec zufolge die Ingredenzien überzeugender Literatur. Die etwas merkwürdige Konstruktion des Romans um einen unsterblichen Helden, der in einer Klinik C.G. Jung begegnet, erlaube es dem kanadischen Autor, der mit "The War Zones" schlagartig berühmt geworden war, quer und anekdotenhaft durch die Geschichte zu streifen. Im Ergebnis ein eher seichtes Werk, faßt die Rezensentin zusammen, bei dem die Übersetzung nur "verschlimmbessern" konnte.
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