Thomas Eger (Hg.)

Erfolg und Versagen von Institutionen

Cover: Erfolg und Versagen von Institutionen
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783428117314
Kartoniert, 220 Seiten, 64,00 EUR

Klappentext

Der vorliegende Sammelband enthält sechs Beiträge, die Erfolg und Misserfolg von Institutionen anhand von verschiedenen Beispielen diskutieren. Wenn Ökonomen nach Erklärungen suchen, warum Volkswirtschaften verschiedener Länder so unterschiedliche Erfolge nachzuweisen haben, widmen sie sich in zunehmendem Maße dem Studium der unterschiedlichen Qualität der Institutionen. Warum war es gerade Europa, das in den letzten Jahrhunderten einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte? Warum waren insbesondere England und die Niederlande und nicht etwa die Großmacht Spanien bereits sehr frühzeitig wirtschaftlich so erfolgreich? Weil sich hier Institutionen entwickelt haben, die systematisch wachstumsfördernde Anreize setzten. Warum haben es viele Entwicklungsländer bis heute nicht geschafft, sich von Armut und Unterentwicklung zu befreien? Weil ihnen die richtigen Institutionen fehlen. Warum sind die mittel- und osteuropäischen Transformationsländer so unterschiedlich erfolgreich? Weil sie sich in der Qualität der Institutionen deutlich unterscheiden. Warum mutierte das ehemalige Wirtschaftswunderland Deutschland zum "kranken Mann Europas"? Weil versäumt wurde, die Institutionen an die veränderten Bedingungen des Wirtschaftens anzupassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2006

Rezensent Klaus Peter Krause sieht in diesem von Thomas Eger herausgegebenen Band die praktische Bedeutung von Institutionen illustriert. Vierzehn Autoren untersuchen den wirtschaftlichen Erfolg und Misserfolg von Institutionen anhand von sechs Beispielen: Neben unterschiedlichen Möglichkeiten der sozialen Sicherung geht es um die Institution der Pressefreiheit, um "Wirtschaftspolitik und bürokratischen Wettbewerb im Dritten Reich", um die Bedeutung "guter Regierung" für Wohlfahrt und Demokratie, um die Rolle von Institutionen des Arbeitsmarktes und um die Frage nach der Wirtschaftsschwäche Argentiniens. Krause hebt hervor, dass die Ergebnisse in allen sechs Fällen "vielschichtig" und "entsprechend vorsichtig formuliert" ausfallen.

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