Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2002
Johannes Frieds (fast ins Genre Gutachten spielende) Rezension dieser Dissertation hat eine Abteilung en gros und eine en détail. Wer es genau wissen will - aber im Ernst: wer, außer einer Handvoll Fachgelehrten, will es so genau wissen? -, darf im Abschnitt zu den Details ausschließlich Zweifel zu einigen von Offergelds Deutungen zur Kenntnis nehmen: es fragt sich dort, wie spekulativ und wie zutreffend Offergelds Darlegungen zu den gotischen Kindkönigen sind (sehr spekulativ, nicht zutreffend, meint Professor Fried). Im allgemeineren Teil aber ist Fried des Lobes voll: die Beschäftigung mit den Kindkönigen im nachrömischen Europa bis ins Jahr 1000 sei ein bedeutsames, bisher vernachlässigtes Thema, hier ganz vorbildlich behandelt. Der Band stellt, so Fried, einen "großen Fortschritt in der Geschichte des frühen Mittelalters" dar, die Dissertation ist, betont er, "vorzüglich" geraten.
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