Aus dem Amerikanischen von Regina Schneider. Ein Lottogewinn hat viel mit einer erlegten Giraffe gemeinsam, und beide können gefährlich werden; unsere Fettpölsterchen sind nur Ausdruck von Sparsamkeit, und auch wenn wir unser ganzes Leben in der Großstadt verbracht haben, fürchten wir uns mehr vor Schlangen als vor Gewehren. Schuld daran sind unsere Gene. Noch heute zwingen sie uns zu Verhaltensweisen, die für die Steinzeit sicher optimal waren, unseren modernen Lebensstil zwischen Computer und Fitnessstudio jedoch eher behindern. Gestützt auf neueste Erkenntnisse der Verhaltensforschung und der Genetik zeigen Terry Burnham und Jay Phelan, wie unsere Gene unser Verhalten steuern und wie wir vererbte Triebe, die unseren Vorfahren das Überleben in der Wildnis sicherten, überwinden und ein zufriedenes Leben führen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2002
Oje, das Buch findet nicht einen Funken Gnade beim Rezensenten. Wer sich der im übrigen höchst notwendigen Aufklärung in Sachen "Gene und was man damit machen kann" auf eine derart triviale Weise annimmt, wie die beiden Autoren - zwei Naturwissenschaftler dabei -, gehört bestraft. So in etwa sagt es Christian Schwägerl, der in dem Buch auf "jede Menge Halbwahrheiten, Missverständnisse und schiefe Vergleiche" gestoßen ist und auf ein Niveau, "das seit langem in Tierfilmen verpönt ist": Lauter plumpe Analogien und billige Schlagworte, verrührt mit einer "wissenschaftlich dünnen DNA-Soße". Kein Ratgeber, meint Schwägerl, sondern eine unverzeihliche Trivialität.
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