Herausgegeben vom Kunsthaus Zürich. Das Konzept dieses Buches beruht auf exemplarischen thematischen Gegenüberstellungen. Die Auswahl führt vom Vertrauten zum Ungewohnten, vom Beobachten zum Erfundenen. So wird das Bekannte mit neuen Augen gesehen, das Unbekannte verständlich und es bleibt Raum für die eigenen Gedanken. Hinter jedem Bild steht auch ein Mensch mit seinem Willen zu Ausdruck und Gestaltung. Den Künstlerinnen und Künstler wird ein eigenes Kaptiel gewidmet. Hier wird aufgezeigt, wer die Werke geschaffen hat und warum. Durch die abschließenden Erklärungen zu den Berufen im Museum schliesst sich ein Kreis, der von der Kunstproduktion über Rezeption und Vermittlung bis zu den Aufgaben des Forschens und Bewahrens reicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2004
Hervorgegangen ist dieser Band aus der museumspädagogischen Arbeit des Kunsthauses Zürich, und auch wenn sich Michael Schmitts nicht zu einem expliziten Lob durchringen kann, ist seine Darstellung doch recht überzeugend. Die entscheidende Frage in diesem Kunstband für Kinder lautet nicht, welchen Stellenwert die einzelnen Gemälde in der Geschichte haben, sondern, wie, warum und mit welchem Effekt sie gemacht sind. Dabei werden gegenständliche, traditionelle Bilder aus den Beständen neben moderne, abstrakte gestellt, verglichen und erklärt. "Verständlich zugänglich" gemacht werde in diesem Band, meint Schmitt noch, "woran sich die Kunstkritik manchmal allzu hermetische abarbeitet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2004
Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick wenig einladend oder verführerisch, gibt Christine Jenny zu. Sie fordert dazu auf, dennoch näher hinzuschauen: es lohnt, behauptet Jenny. Anders als bei vielen anderen Kunstkinderbüchern werde hier nicht etwas vorgetäuscht, die Herausgeber verträten dezidiert die Meinung, ein Museumsbesuch könne nicht per Buch, sondern nur im Museum selbst stattfinden, wo die Originale zu sehen seien. Folgerichtig bereite dieses Buch auf einen Museumsbesuch vor, erläutert Jenny, indem es Bildvergleiche anstelle und Begleittexte zu Bildern liefere. Das Betrachten und Erleben von Kunst und Informationsvermittlung werden klar getrennt, lobt Jenny den Ansatz des Buches, darüber hinaus sei die qualitative Wiedergabe der Bilder hervorragend, die Texte alle schlau und durchdacht. Ein Buch ohne Brimborium, das in seiner sachlichen Kompetenz die Rezensentin überzeugt hat.
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