Die Vorstellung von Hitlers Berlin beschränkt sich zumeist auf die Pläne für seine Welthauptstadt Germania. Doch derlei Größenwahn ist nur eine Facette in der Wechselbeziehung zwischen dem braunen Diktator und seiner Hauptstadt. Der Autor befasst sich mit Hitlers ambivalentem Verhältnis zur Reichshauptstadt und den Folgen für die Berliner.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2005
Zufrieden zeigt der "rab." zeichnende Rezensent mit Sven Felix Buch "Hitlers Berlin". Allerdings hätte er "Hitler und Berlin" als Buchtitel treffender gefunden, weil das Buch - "nicht zuletzt auf Grund mangelnder wissenschaftlicher Vorarbeiten" - kein Porträt der Metropole im "Dritten Reich" liefere. So bleibe etwa die gesamte Kulturszene bei Kellerhoff "unterbelichtet". "Anschaulich und quellennah" findet der Rezensent dagegen Kellerhoffs Darstellung von Hitlers gigantischen Bauplänen sowie die Reaktion der Bevölkerung auf die Zerstörung ihrer Stadt durch die alliierten Bombenangriffe und auf die Deportationen der Juden. Er hält ferner fest, dass Kellerhoff die von Politikern gern gebrauchte These von Berlin als "Hauptstadt des Widerstandes" insofern einschränkt.
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