Susanne Heinrich

So, jetzt sind wir alle mal glücklich

Roman
Cover: So, jetzt sind wir alle mal glücklich
DuMont Verlag, Köln 2009
ISBN 9783832180331
Gebunden, 300 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Drei Paare im Niemandsland zwischen Single-Leben und Ehe. Der Abend vor einer Hochzeit, die Freunde feiern Polterabend im Hotel, erschöpft, betrunken und müde. Zwei von ihnen werden sich morgen das Ja-Wort geben. Aber bis dahin ist viel Zeit, und keiner hat vor, noch schlafen zu gehen. Georg und Franziska sind Braut und Bräutigam, auch wenn Franziska andere Fantasien hat. Als Georg sie beleidigt, revanchiert sie sich mit dem Aufdecken bitterer Geheimnisse. Clara hat sich mit Frank arrangiert und hängt doch alten Erinnerungen nach. Max ist mit Charlotte gekommen, die er hübsch nennt, Clara dagegen findet er schön, Franziska aber erotisch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.11.2009

Christoph Schröders Kritik von Susanne Heinrichs zweitem Roman kann man getrost einen vernichtenden Verriss nennen. Die 1985 geborene Autorin lässt sechs Menschen um die dreißig am Vorabend einer Hochzeit in einem Hotel zusammenkommen, und was dabei so über Liebe und Beziehungen, Männer und Frauen oder die verlorene Jugend ausgetauscht wird ist laut Rezensent an Banalität kaum zu überbieten. Die Figurenzeichnung ist schablonenhaft, trotz Perspektivwechseln ändert sich die Erzählerstimme nie und was die Autorin uns mit ihrem Roman sagen will, ist für Schröder ziemlich durchsichtig. Lediglich die überfließende Getränkeliste der Hochzeitsgesellschaft weckt dann noch mal das Interesse des Rezensenten, ansonsten aber kann er dem Roman rein gar nichts abgewinnen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2009

Marius Meller ist erschöpft nach der Lektüre von Susanne Heinrichs zweitem Roman. Diesmal sind es nicht die "schwülen Bilder", die die Kritik der Autorin einst vorwarf, sondern die vielen "oberflächlichen Reflexionen" der einen dionysischen Polterabend durchlebenden Protagonisten, die dem Buch schaden, meint Meller. So oberflächlich, dass er manchmal nicht weiß, welche der sechs Figuren gerade das Wort hat. Die so kredenzten "Gender- und Post-Gender-Fantasien" findet Meller ohnehin weder analytisch noch erzählerisch besonders eindrucksvoll ausgearbeitet. Ein Houellebecq ist das bei weitem nicht, erklärt Meller enttäuscht.
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