Susan Kreller

Schneeriese

(Ab 12 Jahre)
Cover: Schneeriese
Carlsen Verlag, Hamburg 2014
ISBN 9783551583185
Gebunden, 208 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Seit er denken kann, lebt der 14-jährige Adrian neben Stella Maraun, die fast nicht lispelt und die beste Freundin ist, die er je hatte. Es kümmert sie nicht, dass Adrian wächst und wächst 2,07 m soll er werden! und nennt ihn liebevoll Einsneunzig, obwohl auch das schon nicht mehr stimmt. Doch als Datos Familie in das leerstehende Dreitotenhaus nebenan einzieht, entspinnt sich zwischen Stella und Dato eine zarte Liebesgeschichte. Adrian muss den ersten furchtbaren Liebeskummer überleben und vielleicht trotzdem schaffen, Stellas Freund zu bleiben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.12.2014

Mit Susan Krellers neuem Buch "Schneeriese" hat Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel eine sehr bewegende und poetische Liebesgeschichte gelesen. Ihr begegnen hier Adrian und Stella, die gemeinsam in "siamesischen Häusern" aufwachsen, eine berührende Kinderliebe erleben, Stellas Großmutter lauschen, wenn sie ihnen aus Andersens "Schneekönigin" vorliest - bis Adrian mit 14 Jahren schließlich 1,90 groß ist und Stella sich in den Georgier Dato verliebt. Bewundernd vermerkt die Kritikerin, wie es der Autorin gelingt, eine lyrische und bildgewaltige Geschichte ohne Happy End zu erzählen, die zugleich das Schicksal einer georgischen Familie mit dem Märchen Andersens verbindet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2014

Andersens "Schneekönigin" lässt grüßen, meint die Rezensentin Elena Geus. Allerdings findet sie das Märchen vom Splitter im Herzen bei Susan Kreller tüchtig entstaubt und aktualisiert und ganz ohne Pathos und Herzschmerz. Doch ist die Geschichte einer heftigen Pubertät nicht weniger fantasievoll, vielschichtig und poetisch als die Vorlage, versichert Geus. Wie die Autorin das Chaos im Innern ihres pubertierenden, mit Eifersucht, Zorn und Verzweiflung kämpfenden Helden wortschöpferisch und bildreich rüberbringt, hält sie für treffend. Mitunter gehen ihr die sprachlichen Ambitionen der Autorin sogar etwas zu weit - derart schön und fein erzählt findet sie die Geschichte, und davon möchte sie möglichst wenig abgelenkt werden.
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