Subjektivierte Arbeit

Mensch, Organisation und Technik in einer entgrenzten Arbeitswelt
Cover: Subjektivierte Arbeit
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783593373874
Kartoniert, 219 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Klaus Schönberger und Stefanie Springer. Arbeit ist heute immateriell, informatisiert und dezentralisiert, sie fordert den "ganzen Menschen". Die gezielte ökonomische Nutzung von individuellen Fähigkeiten, die nicht mehr an berufsfachlichen Grenzen orientiert sind, wird derzeit unter dem Label "Subjektivierung von Arbeit" diskutiert. Die Autorinnen und Autoren des Bandes erörtern, inwiefern damit neue Macht- und Autonomiepotenziale entstehen oder ob die Subjektivierung nur die Chiffre für eine neue Form von "Selbst"-Herrschaft ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.12.2003

"Digital ist besser" betitelte die Band Tocotronic einst eine ihrer Platten. "Wie wird digital besser?", fragt sich Jan Engelmann in seiner amüsanten Besprechung. Souverän jongliert der Rezensent mit den Slogans, die in der hier thematisierten Arbeitswelt vorherrschen. Es geht also um "Informationsbroker", "Symbolanalytiker" und "Konzeptingenieure", die jedes halbe Jahr ihre Visitenkarten neu drucken lassen mussten, wie Engelmann spöttelt. Was von "Dotcom-Durchstartern "als "lebendige Subjektivität" beschworen wurde, beschreibe etwa ein Beitrag des Sammelbandes ernüchternd als Maßnahme zur Flexibilisierung von Arbeit und zur "Verlagerung der Kontrolle des Risikos auf die Beschäftigten", fasst der Rezensent zusammen. Auch die von der Soziologin Birgit Huber positiv beschriebenen "kombinierten Lebenserwerbsstrategien" sind nach Ansicht des Rezensenten nur eine Variante der "Berliner Ökonomie", die sich zu einem "weithin akzeptierten Modell des Durchwurschtelns entwickelt" habe.

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