Früher gingen Väter mit ihren Söhnen zum Fischen und erzählten ihnen Heldengeschichten. Sie zeigten ihnen, wie man Staudämme und Baumhäuser baut und verlangten von ihnen, vom Dreimeterbrett zu springen. Väter waren Götter, streng, zürnend, unerbittlich.Dann kam der neue Mann: männergruppenerprobt, demütig partnerschaftlich, weichgespült, pflegeleicht, mit leicht resignativem Zug um die Lippen. Seine Vorbildfunktion als Vater hat der neue Mann eingebüßt, er dient allenfalls noch als Verhandlungspartner für seine Kinder.Die alten Zeiten will man nicht zurück, aber ihre neue Rolle als Mädchen für alles schmeckt den Männern auch nicht mehr. Was macht einen Mann heute zum Mann? Andreas und Stephan Lebert erkunden, wie der Mann des 21. Jahrhunderts sich in verschiedenen Lebenssituationen bewähren kann, und finden jenseits aller Zerrbilder und Stereotypen Antworten auf die Frage, die Herbert Grönemeyer unbeantwortet ließ.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2007
Mild kann man den Spott nicht mehr nennen, den Kristina Maidt-Zinke für dieses neueste Produkt aus der Ratgeber-Literatur hat. Mit der "Anleitung zum Männlichsein" will das Brüderpaar Andreas und Stephan Lebert dem Mann aus der Sinnkrise helfen, in die ihn die emanzipierten Frauen hineinbugsiert haben. Der neue Mann sei, wie Maidt-Zinke zitiert, "demütig, partnerschaftlich, weichgespült, pflegeleicht, mit leicht resignativem Zug um die Lippen". Dagegen setze die Lebert-Therapie auf ein 19-Punkte-Programm, mit dem Männer wieder lernen, was ein Man tun oder lassen muss, weil er ein Mann sei. Dabei haben sie ausgerechnet das abgenudelte John-Wayne-Klischee im Kopf, allerdings in der aktualisierten Version: Der neue Mann muss sich natürlich auch mit Computern auskennen und ein paar Fremdsprachen können. Ganz wichtig sei aber, gibt Maidt-Zinke dem Leser mit auf den Weg: der Frau einfach mal sagen, dass sie ihn langweilt. Maidt-Zinke nimmt es mit Fassung.
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