Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2003
Der Schwerpunkt des 78. Gutenberg-Jahrbuchs liegt diesmal auf den Themen Geschichte des Buchdrucks, der Buchillustration, des Bucheinbands sowie der Bibliotheksgeschichte, berichtet der "mea" zeichnende Rezensent. Dabei wird der interessierte Laie seines Erachtens nicht immer einen "einfachen Zugang" zu den Beiträgen finden. Stephen Lubells Auseinandersetzung mit den Entwürfen hebräischer Lettern des israelischen Kalligrafen Zvi Narkis hält der Rezensenten vor allem für Spezialisten für interessant, ebenso wie Severin Corstens Beitrag über die "Gesetzessammlung des geldrischen Oberquartiers von 1620 als drucktechnisches Problem". Für den Laien leichter verdaulich ist in den Augen des Rezensenten der Beitrag von Wolfgang Schmid, der sich Nürnberger Buchdruck bei der Ausstellung des Heiligen Rockes 1512 in Trier beschäftigt. Er hebt hervor, dass sich ein eigener Abschnitt des Bandes dem Hörbuch widmet. Hier greift er die Beiträge von Dorothee Meyer-Kahrweg über die Entwicklung des Mediums und von Hans Sarkowicz' über das Verhältnis von Hörbuch und Rundfunk. "Sehr interessant" findet der Rezensent auch Volker Lilienthals Untersuchung zu Portabilität, Ausstattung und daraus folgender Modekompatibilität des Hörbuchs.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…