Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2001
Wenigen ist bekannt, dass Erich Kästner trotz des Publikationsverbots und der Verbrennung seiner Bücher zwischen 1933 und 1945 unter verschiedenen Pseudonymen Theaterstücke und Drehbücher für deutsche Theater und den deutschen Film schrieb. Der Rezensent Hermann Kurzke hält daher Stefan Neuhaus` Band über dieses eher dunkle Kapitel im Leben des berühmten Schriftstellers für einen wichtigen Beitrag zur Kästner-Forschung. Doch Kurzke vermisst die kritische Distanz des Autors zum Schriftsteller. Kästner selbst hatte diesen Teil seiner Werke bewusst verschwiegen - auch aus qualitativen Gründen. Neuhaus hingegen wolle, so der Rezensent, einen Kästner präsentieren, den man bedenkenlos in eine Reihe mit den übrigen Texten des Schriftstellers stellen könne. Und das sieht der Rezensent ganz anders. Diese klischeebehafteten, den Nationalsozialisten durchaus gefälligen Boulevardstücke und Verwechslungskomödien hätte auch er besser der Nachwelt vorenthalten.
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