Stefan Klein

Zeit

Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung
Cover: Zeit
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783100396105
Gebunden, 320 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Was ist Zeit? Wie erleben wir sie? Wie gehen wir mit ihr um? Einstein erkannte, dass Zeit relativ ist. Jetzt vollenden Hirnforscher seine Revolution: Sie entdecken die innere Zeit. Das Zeitempfinden ist eine der erstaunlichsten Leistungen unseres Geistes. Fast alle Funktionen des Gehirns wirken dabei zusammen - Körpergefühl und Sinneswahrnehmung; Emotionen und Selbstbewusstsein; Erinnerung und die Gabe, Zukunftspläne zu schmieden. Auch die Kultur beeinflusst, wie wir das Verrinnen der Stunden und Minuten erleben.
Stefan Klein nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Reise durch unser Bewusstsein. Er zeigt, wie wir unsere Zeit aufmerksamer wahrnehmen und besser nutzen können. Denn äußere Umstände bestimmen unser Zeitempfinden längst nicht so sehr, wie wir glauben, und wir können den Zeitsinn leichter verändern als fast alle anderen Vorgänge im Gehirn: Der Film unseres Lebens entsteht im Kopf, wir selbst sind seine Regisseure.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.01.2007

Anregungsreich fand Rezensentin Barbara Dribbusch Stefan Kleins neues Buch, in dem er sich mit dem Einfluss von gesellschaftlichen Normen auf den Umgang des Einzelnen mit der Zeit befasst. Für das Buch und die Untermauerung seiner Thesen habe Kleine die Ergebnisse vieler Studien ausgewertet - der Whitehall-Studie zum Beispiel, die einen Zusammenhang von gefühlter Zeitnot und sozialer Hackordnung nachgewiesen habe. Auch diesmal nutze der Bestseller-Autor seine Erkenntnisse für "Tipps für ein besseres Leben" und einen besseren Umgang mit der Zeit. Allerdings scheint Klein hier gelegentlich auch Allgemeinplätze zu verbreiten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.01.2007

Dies ist Wissenschaftsliteratur, wie der Rezensent Andreas Möller sie sich vorstellt: Stefan Kleins Darstellung aktueller Einsichten zum Thema "Zeit" lese sich wie eine "Reise durch die internationale Journal-Literatur". Sie sei auch disziplinär vielfältig. Mit Einsteins Relativitätstheorie fängt das moderne Zeit-Verständnis an, lesen wir, aber Klein kennt sich auch mit Neurobiologie und Verhaltensforschung aus - und versteht es, alles zu einer auch erfahrungsweltlich gesättigten Synthese zu verbinden. Und aus der ist zu lernen, dass Zeit nichts ist, das fest steht, dass sie vielmehr stark unserer Wahrnehmung unterworfen ist. Stress etwa ist nicht Zeitknappheit per se, sondern hat vor allem mit dem Gefühl des "Kontrollverlusts" zu tun. Und an der Rede von der "inneren Uhr" ist viel Wahres, denn die Chronobiologie hat längst belegt, dass es Tageszeittypen gibt: Der "Lerchen-Typus" arbeitet lieber morgens, der "Eulen-Typus" eher nachts. Und wer die Möglichkeit hat, typusgemäß zu arbeiten, hat mehr vom Leben, referiert der offenbar überzeugte Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Ganz wunderbar findet Rezensent Andreas Rosenfelder Stefan Kleins Buch über die Zeit. Mit den im Überfluss auf dem Markt vorhandenen Zeitmanagern hat dieses Werk zu seiner Freude nichts gemein. Reich an Erkenntnissen über das Wesen der Zeit scheint ihm das Buch. So weiß Rosenfelder nun etwa über den Unterschied von objektiver und subjektiver Zeit Bescheid oder kann erklären, warum sich die Zeit in öden Lebenslagen endlos zu dehnen scheint, während die guten Momente nur so davonrasen. Manche der Einsichten könnte man seines Erachtens auch bei Augustinus, Bergson oder Husserl lesen, wenn man nur die Zeit dazu hätte. Als ebenso "spannend" wie "erfrischend" lobt er schließlich Rosenfelders mit Tipps und Tricks angereichertes Plädoyer für die Aufwertung des inneren Zeittakts.
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