Andreas Möller

Traumfang

Eine Geschichte vom Angeln
Cover: Traumfang
Ullstein Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783550087455
Gebunden, 176 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Ein Sommermorgen des Jahres 1986, an einem Fluss in Mecklenburg. Das Wasser ist voller Geheimnisse, wenn man gerade zwölf geworden ist und mit der Angel am Ufer sitzt. Bis sich der Fang eines Fisches ankündigt, der einen aus dem Tagtraum reißt und auf den Vater blicken lässt. Dann kann dieser Morgen zu einem besonderen Erlebnis werden, das man auch zwanzig Jahre später nicht vergessen hat. In seinem außergewöhnlichen Buch erzählt Andreas Möller vom Angeln auf Schleie und Hechte, von der Schönheit alter Korkposen, dem Zelten auf dem Darß und der ersten Zigarette im Schilf. Er zeichnet das Bild einer Kindheit und Jugend zwischen Großstadt und Land - und ergründet die Sehnsucht nach einem Leben in beiden Welten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.09.2009

Viktor Funk freut sich sichtlich über das kleine, ruhige Debüt des Germanisten Andreas Möller. Den Untertitel "Eine Geschichte vom Angeln" hält er denn auch für zu bescheiden. Schließlich geht es nicht nur um den - von der deutschen Literatur motivisch unterschätzten, wie Funk anmahnt - Wassersport, sondern nebenher auch um die Beschreibung einer mecklenburgischen Jugend in den letzten Jahren der DDR, in der Familie und Umgebung Schritt für Schritt auseinander fallen. Am Ende bleibe Protagonist A. nur das Angeln, diesmal am Kupfergraben neben dem neuen Außenministerium, erzählt Rezensent Funk, um noch einmal sichtlich begeistert auf die plastischen Angelbeschreibungen Möllers zu kommen und mit Möller an eine Zeit zu erinnern, in denen "nicht Fachbücher, sondern Berührungen und Gerüche die Lehrmeister" gewesen seien.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2009

Auf nach Mecklenburg! Matthias Weichelt genügt als Annäherung an diesen angeblichen "Sehnsuchtsort" allerdings einstweilen die Lektüre des Debütromans von Andreas Möller. Mit seinem Text übers Angeln, über eine Landschaft und eine Vater-Sohn-Beziehung vermag der Autor nämlich Geschichte und Geheimnis gleichermaßen zu vermitteln, wie Weichelt uns mitteilt. Besonders beeindruckt hat den Rezensenten der unsentimentale Ton, der die Geschichte trägt und der beschriebenen Landschaft Poesie abgewinnt. Und dass der Autor weiß, wovon er spricht, wenn er vom Angeln spricht und vom Wasser, hält Weichelt für eine echte schriftstellerische Tugend. Ein Buch wie ein Glück, findet er.
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