Übersetzt von Wolfgang Schadewaldt, herausgegeben von Bernhard Zimmermann. Bei Sophokles erreichte die attische Tragödie ihre höchste und strengste Form. 18-mal konnte er den Hauptpreis beim großen Dichterwettkampf in Athen erringen. Seine 7 vollständig erhaltenen Tragödien vereint dieser Band. Aias, Antigone, Trachinierinnen, König Ödipus, Elektra, Philoktetes, Ödipus auf Kolonos: Im Mittelpunkt des Bühnengeschehens steht jeweils der leidende Mensch, der dem durch die Götter bestimmten Schicksal nicht entrinnen kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2002
Sophokles' Tragödien hatte der Tübinger Gräzist Wolfgang Schadewaldt (1900 bis 1974) sämtlich übersetzt, zu seinen Lebzeiten wurden jedoch nur zwei veröffentlicht. Dabei werden die Übersetzungen Schadewaldts seit gut fünfzig Jahren am häufigsten im deutschsprachigen Theater gespielt, weiß der Rezensent mit dem Kürzel "hak.". Der zeigt sich denn auch entsprechend erfreut darüber, dass nun eine Gesamtausgabe mit den Schadewaldt-Übersetzungen von Sophokles vorliegt und vom Freiburger Gräzisten Bernhard Zimmermann mit einem "instruktiven" Nachwort, das über Leben und Werk des Dichters und den "kultischen Kontext der attischen Tragödie" informiere, ergänzt wurde.
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