Sophie von Bechtolsheim

Stauffenberg - mein Großvater war kein Attentäter

Cover: Stauffenberg - mein Großvater war kein Attentäter
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2019
ISBN 9783451072178
Gebunden, 144 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 ist eines der wichtigsten Daten der jüngeren deutschen Geschichte. Im Zentrum des Interesses steht seit jeher Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der die Pläne zum Umsturz vorangetrieben hat und den Sprengsatz unter dem Kartentisch des Führerhauptquartiers platzierte. Dabei waren rund 200 Menschen unmittelbar an den Anschlagsplänen beteiligt, darunter der Kreisauer Kreis. Sie wurden verfolgt, verhaftet, eingesperrt und verurteilt. Ihr Verdienst im Widerstand gegen Hitler wird durch die Fixierung auf Stauffenberg übersehen. Anlässlich des 75. Jahrestages des Hitler-Attentats ergreift Sophie von Bechtolsheim, die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, das Wort. Stauffenberg und sein gescheiterter Versuch, den nationalsozialistischen Wahnsinn zu stoppen, sind zu einem Mythos geworden, das Gedenken an ihn ist ritualisiert. Die Historikerin von Bechtolsheim nähert sich ihrem Großvater ganz persönlich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.07.2019

Knud von Harbou empfindet den persönlichen Zugang Sophie von Bechtolsheims zur Geschichte ihres Großvaters Graf von Stauffenberg als befreiend. Wie anregend und locker die Autorin Stauffenberg von Projektionen löst und auf Normalgröße bringt und dabei auch die Umstände des Attentats erklärt, scheint dem Rezensenten vor allem auch für jüngere Leser geeignet. Das diskursive Niveau des Buches findet Harbou dennoch hoch und dazu geeignet, auf die Fragen der historischen Forschung zu verweisen.

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