Aus dem Niederländischen von Barbara Heller. Eine andere Frisur, ein anderer Mensch? Als man bei Sophie van der Stap mit einundzwanzig Jahren Krebs diagnostiziert, möchte sie sich am liebsten verwandeln. Wie Sophie mit ihrer Krankheit fertig wird, ist einzigartig: Nie zuvor hat jemand den Kampf gegen den Krebs derart freimütig, aber auch mit so viel Lebendigkeit beschrieben. Besser kann man die eigene Verletzlichkeit nicht zeigen. Unheilbar krank und trotzdem das Leben genießen? Witze machen? Flirten? Shoppen? Für Sophie van der Stap ist die Antwort klar: "Ich will zeigen, dass ein Leben mit Krebs möglich ist, dass ich nach wie vor lachen und Dinge genießen kann, zum Beispiel mich aufbrezeln, ausgehen. Dass es sogar unheimlich Spaß machen kann, Perücken zu tragen."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2008
Betroffenheitsprosa ist das wohl nicht. Annika Müller jedenfalls liest diese Autobiografie einer Krebskranken als "Protokoll einer Suche nach sich selbst". Dass der Horror der Krankheit dabei nicht ausgespart wird, sondern mit "Schelmenhaftigkeit" zum Ausgangspunkt von Rollenspiel (mit Perücken) und genauer Beobachtung wird, findet Müller groß. Sophie van der Staps Buch wirkt auf die Rezensentin jedoch nicht nur "unkonventionell und mutig" bis in die Sprache hinein, die Autorin scheint ihr auch so etwas wie Hoffnung zu vermitteln, "Lebensfreude, trotz allem".
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