Klappentext

Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Was geht in ihr vor? Will sie springen? Die Polizei riegelt das Gebäude ab, Schaulustige johlen, zücken ihre Handys. Der Freund der Frau, ihre Schwester, ein Polizist und sieben andere Menschen, die nah oder entfernt mit ihr zu tun haben, geraten aus dem Tritt. Sie fallen aus den Routinen ihres Alltags, verlieren den Halt - oder stürzen sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2019

Rezensent Rainer Moritz hätte sich ausnahmsweise mal weniger Empathie für die Figuren gewünscht von einer Autorin. Simone Lapperts Roman entzückt den Rezensenten mit allerhand tollen Figuren und Geschichten, die Lappert mit Hingabe zu entwerfen und zu verzahnen weiß, wie er schreibt. Damit gelingt die Darstellung eines kleinbürgerlichen Mikrokosmos im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet. Die dabei sichtbar werdenden Abgründe hätte die Autorin laut Moritz ruhig ausdauernder ausloten können. Lapperts Hang zum Happy Ending steht der vollkommenen Begeisterung des Rezensenten im Weg.