Silke Kleinhanß

Die Außenpolitik Georgiens

Ein 'Failing State
Cover: Die Außenpolitik Georgiens
LIT Verlag, Münster 2008
ISBN 9783825808174
Kartoniert, 200 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Georgien kämpft mit immensen innenpolitischen Problemen: separatistischen Konflikten, nichtkontrollierten Gebieten und Grenzen, Korruption, ökonomischem Niedergang. Sie führen dazu, dass Georgien als Failing State zu werten ist. Zudem liegt Georgien in einer instabilen Region: dem Südkaukasus. In Georgien verfolgen sowohl die USA als auch Russland sicherheitspolitische, legitimatorische und ökonomische Interessen. Muss Georgien aufgrund seiner innenpolitischen Schwächen seine außenpolitische Ausrichtung diesen Interessen unterordnen? Oder gelingt es Georgien gar, die Interessen der mächtigen externen Akteure für sich zu nutzen, um von innenpolitischen Problemen abzulenken oder diese sogar zu überwinden?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.08.2008

Sehr lesenswert, nicht nur aufgrund der höchst aktuellen Thematik, findet Christian Schmidt-Häuer dieses schmale Buch von Silke Kleinhanß, in dem die Autorin die Hintergründe des Konflikts um Südossetien aufzeigt. Der Rezensent begrüßt die Differenziertheit der Autorin, die sowohl in der imperialen Strategie Russlands als auch in der georgischen Außenpolitik reichlich Gefahren- und Eskalationspotential ausmache. Nicht zufällig hätten sich ihre Thesen durch die jüngsten Gewaltausbrüche im Kaukasus bestätigt, meint Schmidt-Häuser, ihre Ausführungen zeugten von beachtlicher Klarheit. Äußerst sachkundig und analytisch transparent führe sie in die Ursachen des Konflikts, die Geschichte Georgiens, die Rolle Russlands und der Vereinigten Staaten ein.
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