Mit zahlreichen, zum Teil farbigen Illustrationen. Ein verwahrloster Pinguin wird auf der Straße aufgelesen. Er versichert glaubhaft, er sei geflogen. Der Erzähler nimmt ihn bei sich auf. Das ungleiche Duo wagt zahlreiche, zum Teil höchst absurde Flugversuche - leider allesamt erfolglos. Sie sind nahe daran, aufzugeben, da findet der Pinguin die Kraft zum Fliegen - in sich selbst!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2005
Sehr schön findet es Rezensent Jens Thiele, dass der Autor und Zeichner Sebastian Meschenmoser sich, vor allem was das Grafische angeht, überhaupt nicht an die Genrekonventionen des Bilderbuchs hält: "Der Zeichenstrich ist locker, das einzelne Bild bleibt reduziert, Farbe wird nur spärlich eingesetzt." Trotzdem (oder gerade deshalb) habe Meschenmoser eine sehr charmante Erzählung von einem angeblich fliegenden Pinguin geschaffen. "Die Bilder dieser Versuchsanordnungen stecken voller Phantasie, beharren aber, aufgrund der peniblen Darstellung der Experimente, durchaus auf ihrem Wahrheitsgehalt." Das Ambivalente-Offene an dieser Geschichte gefällt Thiele, denn trotz des scheinbar dokumentarischen Stils der Zeichnungen fliegt der Pinguin am Ende tatsächlich - und das kann ja wohl nicht sein.
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