Von Alexander Pavlenko, Wladimir Kotschernirowski und Joseph Kiblitsky. Katharina die Zweite, genannt "Die Große", interessierte schon immer Künstler, Schriftsteller, Filmregisseure und Komponisten. Die Karriere der kleinen deutschen Prinzessin aus dem winzigen preußisch-polnischen Fürstentum, die zur Herrscherin des riesigen russischen Imperiums wurde, zog die Aufmerksamkeit von so verschiedenen Künstlern wie zum Beispiel Voltaire, Erich Kästner und Leopold von Sacher - Masoch auf sich. Es waren ihre politischen und diplomatischen Talente im Zentrum des Interesses der Künstler. Über ihr privates Leben entstanden Legenden, die sehr stark von historischen Fakten abwichen. Aus den Erzählungen darüber verschwanden duzende Episoden. Alexander Pavlenko zeigt zum ersten Mal die Liebesabenteuer der Kaiserin, ohne einen Teil davon zu verschleiern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.01.2008
Als würde sie zu Katharina der Großen ohnehin kein historisches Werk von großem Informationswert erwarten, geht Olga Martynova großzügig um mit diesem Bildband. Die von Alexander Pavlenko mit Auszügen aus Katharinas Autobiografie und Korrespondenz versehenen Schwarzweißbilder verortet sie in der Tradition des russischen Künstlervereins "Mir istkusstwa". Was ihre Frivolität betrifft, stellt sie Pavlenkos Grafiken in die Nähe Beardsleys und vermutet an ihrem Ursprung wie als Adressaten "typische Männerfantasien". Eleganz und Witz der Arbeiten stimmen Martynova allerdings gnädig. Katharina, meint sie, hätte es gefallen.
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