16 S/W-Abb., genealogische Tafeln. Die Zarinnen Rußlands - wurden sie tatsächlich im Frauenhaus, dem legendären "Terem", versteckt? Weshalb mussten einige Zarinnen den Nonnenschleier nehmen? Krönte Katharina II., die "Große", wirklich das "Jahrhundert der Frauen"? Welche Rolle spielten die europäischen Prinzessinnen am Petersburger Hof? Erstmals werden in Porträtanalyse alle Regentinnen, Kaiserinnen, Zarenfrauen und Zarenwitwen nach ihrem Beitrag zur Geschichte des russischen Reiches vorgestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2000
Dittmar Dahlmann hält dieses Buch zwar für "durchaus lesenswert", dennoch gibt es seiner Meinung nach an etlichen Punkten etwas zu kritisieren. So zeigt er sich etwas enttäuscht darüber, dass sich Jena neueren Debatten weitgehend verschließt und "Geschichte und Geschichten in traditioneller Manier" erzählt. Auf diese Art werden - so Dahlmann - jedoch auch alte Klischees weitergegeben, beispielsweise über die Gründe für die Thronbesteigung Elisabeths I.. Der Rezensent nutzt die Gelegenheit, die Hintergründe dieses Ereignisses selbst zu beleuchten und auch kurz die Rolle der Zarinnen, besonders im 18. Jahrhundert, zu referieren. Was Jenas Buch betrifft, so weist er darauf hin, dass es allein schon deswegen für ein wissenschaftliches Studium wenig geeignet ist, weil sogar " wörtliche Zitate" nicht belegt sind. Zwar gebe es ein Quellen- und Literaturverzeichnis, die Literaturauswahl scheint dem Rezensenten jedoch "eklektisch" und nicht präzise genug. Die Transliteration russischer Titel führe darüber hinaus bisweilen zu Verwirrung, etwa da, wo Robert Massies englische Studie in ihrer russischen Version erwähnt wird, und der Autor nun mit dem Namen "Messi" in Erscheinung tritt.
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