Aus dem Englischen von Cordula Setsman. Die Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager - sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach. Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern - sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet. Sarah Crossan beschreibt das Leben zweier ganz außergewöhnlicher Schwester. Eine berührende Geschichte über Individualität und was es heißt, einen anderen Menschen zu lieben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2016
Eva-Maria Magel erhält viel mehr als eine Adoleszenzgeschichte mit Sarah Crossans Jugendbuch. Es geht um ein siamesisches Zwillingspaar, das erwachsen wird, miteinander in einem speziellen Sinn. Was passiert, als die beiden eine öffentliche Schule besuchen müssen, welche Konflikte sie auszustehen haben, vermittelt die Autorin der Rezensentin in einem poetischen inneren Monolog, der das Außergewöhnliche der geschilderten Lebenssituation in der Form abbildet. Ein bisschen Sentimentalität verzeiht Magel der Autorin, weil im Gegenzug Fragen nach Leben, Liebe und Tod im Text gekonnt zugespitzt werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2016
Rezensentin Stephanie Jaeckel ist fasziniert von Sarah Crossans Geschichte über die Siamesischen Zwillinge Grace und Tippi. Was es heißt, zu zweit in einem Leib zu leben, erfährt Jaeckel hier: Es bedeutet, Angst vor dem ersten Schultag, es bedeutet erstes Bier und erste Liebe, so respektvoll, dass Jaeckel neidisch wird. Von Tragik keine Spur, meint sie. Crossans verknappte Sprache, die die Gedanken der beiden laut Jaeckel wie Schlaglichter beleuchtet, zieht die Rezensentin in die Geschichte und in die Welt der Zwillinge hinein.
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