Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492073837 Gebunden, 272 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
"Draußen starren sie mich an. Wie Doppelhaushälften, die das erste Mal 'nen Plattenbau sehen."Sommer 2007: Der 15-jährige Kian, aufgewachsen bei seinem kleinkriminellen Vater, landet nach einem schweren Schicksalsschlag im Heim. Er weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem nächtlichen Fluchtversuch trifft er Marco, der ganz andere Gründe hat abzuhauen. Nach einsamen und harten Jahren im Waisenhaus hat er erfahren, dass er eine Halbschwester an der Nordsee hat. Als es den beiden ungleichen Jungen gemeinsam gelingt auszubrechen, beginnt eine abenteuerliche Reise Richtung Meer. Sie berauschen sich an der neuen Freiheit. Vor allem entdecken sie zum ersten Mal, was es bedeutet, eine Familie zu haben und füreinander da zu sein.
Lukas Mi-Sa Nguyen Egger legt hier einen tollen Debütroman vor, findet Rezensentin Cynthia Cornelius. Die Geschichte, die Egger erzählt, dreht sich um zwei Jungs, zum einen Kian, der nach dem Tod seiner Mutter mit einem leicht aufbrausenden Vater aufgewachsen ist und um Marco, ein Heimkind. Gemeinsam machen sie sich auf in Richtung Nordsee, wo Marco eine Halbschwester sucht, während Kian vor allem seinem alten Leben in Bielefeld entfliehen will. Getragen wird die Erzählung von einem melancholischen Stil, der von jugendsprachlichen Dialogen aufgebrochen wird. Das Besondere an dem Buch besteht laut Cornelius darin, dass diese Konstellation von Egger nicht in eine Abenteuererzählung überführt wird. Stattdessen konzentriert sich der Autor auf das Innenleben der Hauptfiguren und zeichnet das Bild einer von Zärtlichkeit und auch Körperlichkeit bestimmten Männerfreundschaft. Die Rezensentin begleitet Marco und Kian sehr gern auf ihrer Reise.
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