Aus dem Französischen von Bernd Stratthaus. Was darf der Staat in Zeiten des Terrors? Frankreich ist in Aufruhr. Noch immer ist es den Anti-Terror-Einheiten nicht gelungen, Nazir Nerrouche dingfest zu machen. Überdies zeigen die Ermittlungen, dass seine Verbindungen bis in die höchsten Regierungskreise reichen. Unterdessen wird der Druck auf die Familie Nerrouche erhöht und Nazirs Bruder Fouad, bislang Liebling der Pariser Gesellschaft, zum Prügelknaben der Nation. Um die Öffentlichkeit zu besänftigen, verschärft Präsident Chaouch die Sicherheitsmaßnahmen, was von den liberalen Kreisen argwöhnisch beäugt wird. Als schließlich Hinweise auf ein erneutes Attentat auftauchen, steht die Republik vor einem Kollaps
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.02.2019
Rezensentin Dina Netz zeigt sich beeindruckt von Sabri Louatahs Debütroman "Die Wilden", den sie als spannenden Politthriller und gleichzeitig opulentes Sozialpanorama lobt. In drei Teilen, auf insgesamt 1400 Seiten erzählt der französische Autor die Geschichte einer algerischen Einwandererfamilie, die in die Ermittlungen zu einem Attentat verwickelt wird. Einer der Söhne wird als Täter gefasst, doch hinter ihm steht offenbar eine Verschwörung, die Idder Chaoch davon abhalten will, erster muslimischer Präsident Frankreichs zu werden, lesen wir. Gekonnt, so die Rezensentin, verknüpft der junge Autor die zahlreichen Handlungsstränge und Figuren miteinander und entwickelt so eine komplexe Krimi-Handlung vor dem Hintergrund der von ethischen und sozialen Spannungen durchzogenen Gesellschaft Frankreichs. Das besondere an dem Roman ist aber für Netz die respektvolle Beziehung des Autors zu seinen Protagonisten. Die Auflösung im nun vorliegenden letzten Band der Trilogie ist zwar nicht der Paukenschlag, den sich Netz erhofft hätte, doch das verzeiht sie dem Autor ebenso wie den "literarischen Wildwuchs" hie und da.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…