Gerald Hinteregger and Hans-Georg Heinrich für das Europainstitut der Wirtschaftsuniversität Wien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2005
Der Schwierigkeit, einen differenzierten Blick auf Russland zu werfen, ist sich der Rezensent Sascha Tamm bewusst. Zu seiner Freude wollen die Autoren dieses Sammelbands - Wissenschaftler, Diplomaten und Beamte aus Österreich und Russland - auch gar nicht mit einfallsreichen Thesen brillieren, sondern einen Überblick liefern. In vier Abschnitten wird über Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Regionen Russlands diskutiert, und dabei werde, wie Tamm betont, "kein wichtiges Problem" ignoriert. Allerdings vermisst der Rezensent bisweilen aktuelle Daten. Zufrieden zeigt sich Tamm dann wieder mit der Grundüberzeugung der Autoren, dass demokratische oder marktwirtschaftliche Kriterien auf Russland nicht angewendet werden könnten. "Ganz im Gegenteil" werde deutlich gemacht, dass sowohl aktuelle als auch historische Prozesse in Russland nicht "ohne einen festen Maßstab" verstanden werden können.
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