Aus dem Englischen von Werner Schmitz. Gary und Brendan werden in der Schule terrorisiert. Ihre Helden sind die Amokläufer von Littleton und sie entwickeln einen Plan, es ihren Mitschülern und Lehrern ebenso heimzuzahlen. Der Tag des Abschlussballs wird zum Tag der Abrechnung.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 30.11.2002
Rund dreieinhalb Jahre liegt der Amoklauf von Littleton zurück, bei dem zwei Schüler 12 Mitschüler, einen Lehrer und schließlich sich selbst getötet Hatten, und der seither als "Symbol" für eine neue Form der Gewalt an Schulen steht, erinnert Robert Hodonyi. An Littleton knüpft auch der neue Roman von Morten Rhue an, der mit seinem Jugendbuch "Die Welle" weltweit bekannt wurde, berichtet der Rezensent. Rhue habe aus dem Ereignis ein "Dokudrama" gemacht, das einerseits authentisch wirke, andererseits aber dem Fragmentarischen verhaftet bleibe. Das findet der Rezensent überzeugend. Rhue erspare dem Leser allerlei strittige Kommentare und vermittle keine Vorstellung von "absoluter Sicherheit", die es für den Rezensenten ohnehin nicht geben kann.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Wie, 20 Jahre hat der Autor gebraucht, um seinem Bestseller "Die Welle" ein "ähnliches" Buch folgen zu lassen? Keinen Zweifel lässt Rezensent Ralf Schweikart daran, dass er sich da mehr erwartet hätte. Das Thema Gewalt in der Schule in chronologisch montierten Gesprächen von Lehrern, Eltern, Schülern etc., das ist für ihn eine hinreichend bekannte Form. Schlimmer aber findet der Rezensent die Inkonsequenz des Autors, wenn es darum geht, das Umfeld der Mitverantwortung auszuleuchten: Anerzählt, behauptet, unterstellt und belehrt werde dort, wo es eigentlich gegolten hätte, tieferliegende Gründe zu suchen. Wie mutlos Rhue eigentlich verfährt, kann der Rezensent an der Fülle guter Worte ermessen, die die deutsche Ausgabe als Vor- und Nachwort begleiten. Genau so: gut gemeint sei das Ganze, "aber leider nicht gut gemacht."
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