Sind wir allein im Universum oder existieren auch andere Intelligenzen - vielleicht sogar Superzivilisationen mit einer viel höher entwickelten Technologie und Ethik? Und warum haben sie dann noch keinen Kontakt mit uns aufgenommen? Die Suche nach extraterrestrischen Intelligenzen geht jetzt in eine neue Phase. Sie ist eines der größten Abenteuer der Gegenwart. Denn die Entdeckung fremder Wesen oder deren Relikte würde unser Verständnis von Leben, Bewusstsein, Kultur und von uns selbst revolutionieren. Es wäre eine enorme Chance - oder eine gewaltige Gefahr.Astronomen halten nicht mehr nur nach Radiobotschaften Ausschau, sondern auch nach kosmischen Laserstrahlen, Neutrinos und Gravitationswellen. Außerdem könnten sie demnächst Technosignaturen entdecken: Hinweise auf gigantische Konstruktionen, industrielle Aktivitäten, Raumschiffe oder Kommunikationskanäle. Womöglich werden bald Maschinenzivilisationen mit Künstlicher Intelligenz bei Schwarzen Löchern gefunden oder die Spuren ausgestorbener Hochkulturen.Vielleicht durchstreifen Roboter schon weite Bereiche des Weltraums und lauern bereits in unserer Nachbarschaft. Deshalb hat nun eine neue Großfahndung begonnen: nach Artefakten bei anderen Galaxien, Sternen und Planeten, im Sonnensystem und sogar auf der Erde. Hätte ein solches Projekt Erfolg, wäre unsere Welt nicht mehr dieselbe.Was würde eine Begegnung mit Außerirdischen bedeuten? Ist die Menschheit überhaupt bereit dafür?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.05.2026
Rezensent Gerrit Stratmann weiß, dass der Konjunktiv für ein Sachbuch eigentlich ein schlechter Modus ist. Rüdiger Vaas' Buch über den Kosmos und uns findet er dennoch überzuegend, weil der Autor umfassend und fundiert alles darlegt, was wir über außerirdisches Leben wissen können und auch wie wir unser Wissen darüber mehren. Es geht um Neutrinowellensignale und kosmische Luftverschmutzung und schließlich darum, wie wir uns bei der Begegnung mit extraterrestrischem Leben verhalten sollten. Alles Hypothesen und Spekulationen, meint Stratmann, aber einleuchtend präsentiert.
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