Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2007
Seine Aufgabe, so der Rezensent, erfüllt der Autor mit "vorbildlicher Klarheit". Dankbar durchforstet Joseph Hanimann Rudolf von Bitters Rezeptionsstudie zu Louis-Ferdinand Celines Roman "Reise ans Ende der Nacht". Mit dem Resultat, dass er Celine zwar kaum als weniger "sperrig" empfindet, doch Aufschlussreiches zu Übersetzungen des Textes sowie zur "Celine-Einschätzung" vor und nach '45 (Bitter ziehe hier eine "klare Trennlinie") erfährt. Obgleich Hanimann Bedenken äußert angesichts von Aussagen des Autors zu den nationalsozialistischen und antisemitischen Aspekten der Celine-Rezeption, hält er die quellengestützte Offenlegung der deutschsprachigen "Rezeptionsspuren" doch für "annähernd erschöpfend". Daran können auch die "wissenschaftlich jargonierenden Marotten" der Arbeit und das Fehlen einer Darstellung der Wirkungsgeschichte innerhalb der deutschen Gegenwartslitertaur nichts ändern. Schließlich, so Hanimann, ergäbe das "ein anderes Buch".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…