Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2001
Was diese Studie an neuen Erkenntnissen bietet, so könnte man die gänzlich unpolemisch formulierte Rezension Michael Borgoltes etwas verschärfend zusammenfassen, bewegt sich im kaum wahrnehmbaren Bereich. Auf dem Weg zu interessanten Ergebnissen bei der Untersuchung eines interessanten Feldes fällt sich der Autor, so Borgolte, ständig selbst in den Rücken. Durch den Verzicht auf die aufregenderen theoretischen Fragestellungen der amerikanischen und französischen Forschungen etwa, die das Verhältnis zwischen den Körpern des Königs und dem Königtum genauer untersuchen. Durch die Beschränkung auf das "weltliche Zeremoniell", die nicht durchhaltbar sei - und vom Autor an manchen Stellen (ohne befriedigende Begründung) auch nicht durchgehalten werde. Und durch die Absehung von "memorialgeschichtlichen Fragestellungen", also des Ineinanders von "Grabwahl, Grabsorge und Totengedenken." Mangelnde Synthese und fehlende theoretische Perspektive, resümiert Borgolte, "machen den Leser müde und zersetzen sein Interesse."
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