Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.02.2002
Ulf Erdmann Ziegler zeigt sich begeistert darüber, dass hier ein Fotograf des Jazz nicht wie so viele andere daran gescheitert ist, Musik in Fotografie umzusetzen und so eine Art Analogie dessen, was er hört, schaffen zu wollen. Stattdessen beschreibe DeCarava mit seinen Fotos die Lebenswelt, der der Jazz entsprang, den Alltag im Harlem der 50er Jahre. Das Buch beschreibt Ziegler als "feierlich", "schwer" und teilweise "melancholisch". Seine Stärke sei es, einen "längst vergangenen Zeitgeist" zu vermitteln, was auch an seinen zwar veraltet wirkenden, aber im Zusammenhang des Projektes dennoch überaus passenden Assoziationen in freien Versen liege. Über die Darstellung der Alltagswelt des Jazz hinaus gelingt es DeCarava nach Ansicht des Rezensenten, auch gesellschaftliche Zusammenhänge darzustellen, so etwa die Tatsache, dass der Jazz auch als Mittel zum Ausbruch aus dem damaligen Harlem verstanden werden könne, was dem Buch eine zusätzliche Dimension verleihe.
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