Aus dem Amerikanischen von Edith Beleites. Roxana Saberi hatte fast sechs Jahre im Iran gelebt und als Journalistin gearbeitet, als sie im Januar 2009 von Geheimagenten aus ihrem Teheraner Apartment in eine Einzelzelle des berüchtigten Evin-Gefängnisses verschleppt wird. Die Anklage: Spionage für die CIA. Von einer Stunde zur nächsten ist sie abgeschnitten von der Welt. Lähmende Angst, Psychoterror und Todesdrohungen verleiten sie zu einem falschen Geständnis, bis sie den Mut findet, ihren Peinigern die Stirn zu bieten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2011
Das Evin-Gefängnis gehört zu den berüchtigsten der Welt. Die amerikanische Journalistin Roxana Saberi wurde hier für hundert Tage eingesperrt, nachdem sie als Iran-Korrespondentin ohne Akkreditierung über Missstände in dem Land berichtet hatte. Die Rezensentin Sarah Elsing berichtet tief beeindruckt über dieses Buch, das einen seltenen Einblick in die Praktiken der iranischen Schergen bietet. So lernt man etwa, was "weiße Folter" ist - Folter durch psychischem Druck, die vor allem auf westliche Gefangene angewendet wird, damit sie sich nach der Haft nicht als Opfer des Regimes darstellen. Saberi ist unter diesem Druck auch eingebrochen und schildert es in diesem Buch ehrlich. Elsing empfiehlt es als ein ehrliches und humanes Zeugnis über das Regime in Teheran. Als wichtige Lehre nimmt sie auch mit, dass Saberi am Ende nur durch internationalen Druck frei kam.
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