Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2003
Rolf Schwendters Buch über das "subkulturelle Wien" hat Paul Jandl mit Sympathie gelesen. Schwendter, ein Wiener Devianzforscher und Gründungsmitglied der "informellen Gruppe", erweise sich als "höchst formeller" Chronist vergangener Zeiten. Zwischen 1959 und 1971 entwarf die "informelle Gruppe" gegenkulturelle Programme zur "Spießergesellschaft", organisierte Lesungen und Dada-Happenings, debattierte und spielte Theater. Mit "buchhalterischer Genauigkeit" liste Schwendter Veranstaltungsdaten und Sympathisantenzahlen eines etwa fünfzig Mitglieder zählenden Freundeskreises auf. Entstanden ist ein nach Ansicht des Rezensenten "rührendes Porträt", das den Aufbruch einer Epoche in seinen Wiener Möglichkeiten zeige.
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