Herausgegeben, bearbeitet und mit einem Vorwort von Gabriele Habinger. Im Sommer des Jahres 1836 reist Frances Trollope von London über Paris, das südliche Deutschland, Tirol und Salzburg nach Wien. Mit dabei sind eine Tochter und ein Sohn von Frances Trollope, der Maler Hervieu sowie eine Zofe. In den folgenden acht Monaten wird Frances Trollope das gesellige und kulturelle Leben Wiens auskosten und detailliert in Form eines Reiseberichtes schildern: Sie nimmt an den Vergnügungen und Bällen der obersten Gesellschaftskreise teil, wird zu Empfängen und Diners geladen, nachdem sie beim britischen Botschafter dem Ehepaar Metternich vorgestellt worden war. Ebenso ausführlich wie die hohe Gesellschaft schildert Frances Trollope das rege städtische Treiben der unteren Klassen. Vor allem das Nebeneinander von Angehörigen verschiedenster Nationalitäten in den Straßen vermittelt ihr ein exotisches Ambiente...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2003
Der mit "haj" zeichnende Rezensent bespricht die Neuauflage von Francis Trollopes Bericht aus dem Wien der Biedermeierzeit. Das Buch an sich findet die erklärte Zustimmung des Rezensenten, der nicht nur von den "informativen Details" angetan ist, sondern auch von den diese begleitenden "Beitrag zur Völkerpsychologie" und dem Vorhandensein eines gewissen Sarkasmus. Zudem lobt er die Bearbeitung von Gabriele Habinger, die das ohnehin schon lesenswerte Buch mit einem "vorzüglichen Vorwort" und Stahlstichen der damaligen Zeit versehen habe.
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